Foto: GCB, Michael Pasternack

MATTHIAS SCHULTZE

Geschäftsführer German Convention Bureau

„Change is the new normal“ – unsere immer komplexer werdende Welt stellt neue Herausforderungen an die Veranstaltungsbranche. Die sogenannte VUCA-Formel, die für die Begriffe Volatilität, Unsicherheit, Komplexität (Complexity) und Ambiguität steht, bringt diesen Prozess des stetigen Wandels auf den Punkt. Ständige und unvorhersehbare Veränderungen führen dazu, dass Prognosen und Erfahrungen aus der Vergangenheit als Grundlage für die Zukunftsgestaltung ihre Relevanz verlieren. Das Ökosystem von Veranstaltungen wird sich massiv und nachhaltig verändern. Die Corona-Pandemie hat dabei zusätz­liche Dynamik in bereits vorher begonnene Transformationsprozesse gebracht. Verschiedene Megatrends und Einflussfaktoren prägen Business Events in dieser Zeit: Nachhaltigkeit, die smarte Verknüpfung von physischen und virtuellen Orten oder das veränderte Mobilitätsverhalten der Menschen, die durch Zunahme von mobilem Arbeiten beginnende Stadtflucht, sind nur einige der sich verändernden Aspekte des gesellschaftlichen Lebens. Im Kommunikationsmix von Organisationen besitzen Veranstaltungen eine hohe Relevanz, u. a. als Plattformen für den Wissenstransfer, wodurch sich auch die Art und Weise, wie Menschen lernen oder Wissen weitergeben, verändern wird. Nicht nur das Umfeld von Veranstaltungen ändert sich, Events werden zukünftig nicht mehr an nur einen Ort und ein festgelegtes Datum gebunden sein, vielmehr werden Veranstaltungen in einer Art Eventloop zirkulieren, um dauerhaft und nachhaltig eine Community rund um eine Veranstaltung aufzubauen. Kollaboration, Innovation, Co-Kreation und der ganzheitliche Blick auf Nachhaltigkeit sind gefragt, um diese neue Normalität aktiv zu gestalten und gemeinsam an zukunftsfähigen Konzepten zu arbeiten, denn Wandel eröffnet gleichzeitig auch neue Perspektiven.

Bild: GCB, Michael Pasternack

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